Der Landkreis Kassel hat ab sofort ein striktes Wasserentnahmeverbot erlassen. Das bedeutet: Es darf kein Wasser mehr aus den heimischen Bächen, kleineren Flüssen, Seen oder Teichen gepumpt oder geschöpft werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 31. Oktober 2026.
Warum ist das Verbot notwendig?
Durch das trockene Sommerwetter sind die Wasserstände in den kleinen Gewässern im Kreisgebiet dramatisch gesunken. Wenn jetzt noch zusätzlich Wasser – zum Beispiel mit Gartenpumpen – abgezapft wird, drohen viele Bäche komplett auszutrocknen.
Das niedrige Wasser erwärmt sich außerdem viel zu schnell. Für Fische, Krebse, Wasserpflanzen und andere Kleinlebewesen ist das lebensgefährlich, da der Sauerstoff im warmen Wasser knapp wird. Das Verbot soll das Ökosystem vor einer echten Naturkatastrophe schützen.
Was ist verboten und was bleibt erlaubt?
- Verboten ist jede normale Wasserentnahme für Grundstückseigentümer, Anlieger und die Allgemeinheit – auch das Gießen von Rasen oder Blumenbeeten mit Wasser aus dem vorbeifließenden Bach.
- Erlaubt bleibt ausschließlich das Schöpfen ganz kleiner Mengen mit der Hand (z. B. mit einem Becher oder einer kleinen Gießkanne), um sich vor Ort zu erfrischen.
- Große Ausnahme: Die beiden großen Flüsse Fulda und Weser sind aktuell ausgenommen – dort führt der Fluss noch genug Wasser.
Behörden drohen mit hohen Bußgeldern
Die Behörden im Landkreis Kassel kündigen regelmäßige Kontrollen an den Gewässern an und bitten alle Bürgerinnen und Bürger um einen verantwortungsvollen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser.
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